Autor: Norbert Jacobsen (CEO, GreenBuild360)
Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)?
Das GModG dient als nationales Instrument zur Umsetzung der europäischen Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Es definiert verbindliche energetische Mindeststandards für den Gebäudebestand, um den Energieverbrauch im Sektor Bauen und Wohnen signifikant zu senken. Das Gesetz verknüpft technische Anforderungen mit klimaschutzpolitischen Zielvorgaben.
Auf einen Blick
- Zielsetzung: Reduktion des Endenergieverbrauchs im Gebäudesektor um bis zu 30 % bis 2030.
- Relevanz: Verbindliche Vorgaben für Wohn- und Nichtwohngebäude bei umfassenden Sanierungen.
- Förderkriterien: Fokus auf QNG-Zertifizierung und KfW 40 NH-Standard.
- Zirkularität: Anforderungen an die Rückbaubarkeit und Materialtrennung laut EU-Taxonomie.
Key Takeaways
- Energetische Sanierung: Gesetzliche Vorgaben erfordern frühzeitige Planung der Gebäudehülle und Anlagentechnik.
- Zirkuläre Architektur: Nutzung von bio-basierten Materialien unterstützt die Einhaltung verschärfter Emissionsgrenzwerte.
- Wirtschaftlichkeit: Investitionen in Effizienz steigern den Immobilienwert und sichern Förderfähigkeit nach QNG-Kriterien.
Einleitung: Herausforderung Bestandssanierung
Die Umsetzung des GModG stellt Eigentümer vor komplexe bauphysikalische Anforderungen. Insbesondere bei älteren Gebäuden müssen U-Werte verbessert werden, ohne die Statik oder das Raumklima zu gefährden. Eine bloße Dämmung reicht oft nicht aus; systemische Ansätze sind erforderlich.
GreenBuild360 adressiert diese Anforderungen durch zirkuläre Systeme, die diffusionsoffene Baustoffe mit effizienter Gebäudetechnik koppeln. Ziel ist es, Sanierungsobjekte auf ein Niveau zu heben, das die Anforderungen des GModG nicht nur erfüllt, sondern langfristige Betriebssicherheit gewährleistet.
Technische Anforderungen an die Sanierung
Das Gesetz legt den Fokus auf die Sanierung von Gebäuden mit der schlechtesten Energieeffizienzklasse. Tabellarisch lassen sich die Anforderungen wie folgt strukturieren:
| Komponente | Anforderung nach GModG | Empfohlene Lösung GreenBuild360 |
| Gebäudehülle | U-Wert Verbesserung | EcoCocon Strohwandsystem |
| Heizung | Niedertemperatur/PVT-Integration | Triple Solar PVT + WEM Wandheizung |
| Materialität | Zirkularität/Reversibilität | NiTO Holzstein Stecksystem |
Durch den Einsatz diffusionsoffener Systeme wie Naturbo-Lehmbauplatten wird die bauphysikalische Sicherheit erhöht. Kondensatbildung im Wandaufbau wird vermieden, was die Lebensdauer der Sanierungsmaßnahme erhöht.
Rolle der zirkulären Architektur
Zirkuläres Bauen gemäß GModG bedeutet, dass Materialien nach dem Lebenszyklus eines Gebäudes rückführbar sein müssen. Unser NiTO-Holzstein-System ermöglicht den trockenen Rückbau. Verbindungen erfolgen mechanisch, nicht stoffschlüssig mittels Klebstoffen oder Bauschäumen. Dies reduziert den Primärenergieaufwand bei der Erstellung und vereinfacht die Entsorgungssituation in Jahrzehnten.
Entscheidungs-Checkliste für Bauherren
- Bestandsanalyse: Energetisches Gutachten durch zertifizierte Energieberater beauftragen -> Notwendig für Förderanträge.
- Systemwahl: Prüfung der bauphysikalischen Eignung von Lehmputz- und Holzsteinsystemen -> Empfehlung: Frühzeitige Fachplanung.
- Anlagentechnik: Kombination von PVT-Kollektoren und Wandheizungen zur Lastabdeckung -> Effiziente Energienutzung.
- Dokumentation: Erstellung eines digitalen Gebäuderessourcenpasses -> Erfüllung von ESG-Kriterien für Investoren.
Falk erklärt: „Das GModG ist keine Belastung, sondern ein Qualitätsversprechen für das Gebäude. Wer heute auf diffusionsoffene, bio-basierte Systeme setzt, investiert in eine langfristige Werthaltigkeit, die weit über den aktuellen Mindeststandard hinausgeht. Wichtig ist die ganzheitliche Betrachtung von Hülle und Technik.“
FAQ zum GModG
Frage: Muss ich sofort sanieren? Antwort: Es gelten Stufenpläne für bestimmte Gebäudeklassen, oft ausgelöst durch Eigentümerwechsel oder größere Sanierungsvorhaben.
Frage: Sind Bio-Baustoffe für Sanierungen zulässig? Antwort: Ja, sie sind durch ihre diffusionsoffenen Eigenschaften bei Innendämmungen und Sanierungen oft überlegen.
Frage: Wie hilft GreenBuild360 bei der QNG-Zertifizierung? Antwort: Wir liefern die notwendigen Ökobilanzdaten und Produktnachweise für Ihre Zertifizierungsunterlagen.
Frage: Ist das System auch für Denkmalschutz geeignet? Antwort: Projektabhängig muss hier im Einzelfall geprüft werden, ob diffusionsoffene Innendämmungen wie Lehmplatten ohne Fassadenveränderung umsetzbar sind.
Kontakt und Beratung
Benötigen Sie Unterstützung bei der Umsetzung energetischer Standards oder planen Sie eine Sanierung? Kontaktieren Sie unsere Fachabteilung unter +49 800 42360 00 oder besuchen Sie unsere Entscheidungsplattform, um Ihr Projekt gemeinsam mit unseren Experten zu bewerten.