Gründach auf Holzbau: Lastgrenzen und die richtigen Pflanzen

Gründach auf Holzbau: Lastgrenzen und die richtigen Pflanzen

Ein Gründach auf einem Holzbau ist nicht nur möglich – es ist oft die logische Ergänzung. Es speichert Regenwasser, kühlt im Sommer, dämmt im Winter und fördert die Biodiversität. Doch nicht jede Holzkonstruktion trägt jede Art von Gründach. Die Lastreserve entscheidet, ob extensiv oder intensiv möglich ist.

Bei GreenBuild360 gibt es zwei Konstruktionsarten mit unterschiedlichen Tragreserven. EcoCocon – eine Stroh-Hanf-Lehm-Konstruktion – ist für eine maximale Gründachlast von 120 kg/m² ausgelegt. NiTO – eine Massivholzkonstruktion – kann 150+ kg/m² tragen. Das klingt nach wenig Unterschied, entscheidet aber über die Wahl der Begrünungsart.

Auf einen Blick
  • ⚖️ EcoCocon max. 120 kg/m² → Extensiv (Sedum/Gräser)
  • ⚖️ NiTO 150+ kg/m² → Intensiv möglich
  • 📋 FLL-Dachbegrünungsrichtlinie als Planungsgrundlage
  • 🌾 14 Gräser (Score 85–92), 10 Bodendecker (82–91) aus KlimaGarten21

Extensiv vs. Intensiv: Was trägt das Dach?

Extensive Gründächer sind flach, pflegeleicht und leicht. Sie bestehen aus Sedum, Gräsern und Moosen auf einer Substratschicht von 6 bis 10 cm. Die Last liegt typischerweise bei 60 bis 120 kg/m² (inkl. Wassersättigung). Sie sind die richtige Wahl für EcoCocon.

Intensive Gründächer sind Gärten auf dem Dach. Sie haben eine Substratschicht ab 15 cm, können Stauden, Sträucher und sogar kleine Bäume tragen. Die Last liegt bei 150 bis 300+ kg/m². Sie sind nur mit NiTO oder einer entsprechend verstärkten Konstruktion möglich.

KriteriumExtensivIntensiv
Substrathöhe6–10 cm15–50+ cm
Last (gesättigt)60–120 kg/m²150–300+ kg/m²
PflanzenSedum, Gräser, MooseStauden, Sträucher, Bäume
Pflege1–2 × pro JahrRegelmäßig
BewässerungNicht nötigErforderlich
geeignet fürEcoCocon (120 kg/m²)NiTO (150+ kg/m²)

FLL-Dachbegrünungsrichtlinie

Die FLL-Richtlinie „Dachbegrünung" regelt den fachgerechten Aufbau, die Substratwahl, die Entwässerung und die Pflege von Gründächern. Sie ist die maßgebliche Planungsgrundlage und wird von den Baubehörden anerkannt. Für Holzbauten ist zusätzlich sicherzustellen, dass die Dachhaut diffusionsoffen bleibt und keine Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringt.

KlimaGarten21-Pflanzen für das Gründach

Der Pflanzenkatalog von KlimaGarten21 enthält 14 Gräser und 10 Bodendecker, die sich für extensive Gründächer eignen. Sie sind trockenheitsresistent, pflegearm und mit einem KlimaScore von 82 bis 92 bewertet.

KategorieAnzahlKlimaScore-SpanneBeispiele
Gräser1485–92Festuca, Koeleria, Sesleria
Bodendecker1082–91Sedum, Thymian, Phlox

Für intensive Gründächer mit NiTO können zusätzlich Stauden und kleine Sträucher aus dem KlimaGarten21-Katalog ausgewählt werden.

Retentionsdach: Der Zusatznutzen

Ein Gründach kann als Retentionsdach ausgeführt werden, das bei Starkregen Wasser zurückhält und verzögert abgibt. Das entlastet die Kanalisation und kann mit dem Schwammgarten am Boden kombiniert werden. Besonders bei EcoCocon-Projekten ist das eine sinnvolle Ergänzung, da die Dachentwässerung direkt in eine Versickerungsmulde geleitet werden kann.

Entscheidungs-Checkliste Gründach auf Holzbau

  • ☑ Ist die Tragreserve der Konstruktion bekannt (EcoCocon 120 / NiTO 150+)?
  • ☑ Wurde die FLL-Dachbegrünungsrichtlinie eingehalten?
  • ☑ Ist die Dachhaut diffusionsoffen geblieben?
  • ☑ Sind die Pflanzen aus dem KlimaGarten21-Katalog (Score 82–92)?
  • ☑ Wird das Gründach als Retentionsdach genutzt?
  • ☑ Ist die Dachentwässerung an den Schwammgarten angeschlossen?

Expertenmeinung

Ein Gründach auf Holzbau ist die Regel, nicht die Ausnahme. Die Lastreserve der Konstruktion bestimmt die Begrünungsart – EcoCocon für extensiv, NiTO für intensiv. Der Leitfaden auf entscheidungen.greenbuild360.de/entscheidung/dachbegruenung-extensiv-vs-intensiv-holzbau hilft bei der Entscheidung, und der KlimaGarten21-Katalog liefert die passenden Gräser und Bodendecker mit KlimaScore.

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.

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