Norbert Jacobsen (CEO, GreenBuild360)
Was ist die EU-Richtlinie 2024/825?
Die Richtlinie 2024/825 ist eine zentrale EU-Regulierung zur Stärkung der Verbraucher für den zirkulären Wandel. Sie zielt darauf ab, irreführende Umweltwerbung, bekannt als Greenwashing, durch strengere Anforderungen an die Beweisbarkeit von Aussagen zu unterbinden.
Auf einen Blick
- 📍 Rechtsverbindlichkeit: Gilt für alle Marktteilnehmer in der EU.
- 🔍 Transparenzgebot: Umweltclaims müssen spezifisch und belegbar sein.
- 📊 Nachweispflicht: Aussagen wie 'mit reduziertem CO₂-Ausstoß' erfordern eine wissenschaftliche Methodik.
- 📉 Verbot von Superlativen: Werbeversprechen ohne Beleg sind untersagt.
Key Takeaways
- Nachweisbarkeit: Jeder Claim muss durch unabhängige Prüfberichte oder Lebenszyklusanalysen belegt sein.
- Präzise Sprache: Verzichten Sie auf vage Werbebegriffe; verwenden Sie technische Fakten.
- Methodische Konsistenz: Vergleiche müssen die gleichen Bilanzierungsgrenzen anwenden.
Einleitung
Im modernen Bauwesen ist Kommunikation der Schlüssel zum Vertrauen. Doch die Anforderungen an die Transparenz steigen. Mit der Richtlinie 2024/825 endet die Ära allgemeiner Werbeaussagen ohne Substanz.
Für die GreenBuild360 GmbH ist diese Entwicklung eine Chance. Durch unsere Fokussierung auf zirkuläre Architektur und validierbare Daten setzen wir Standards. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, Ihre Kommunikation rechtssicher zu gestalten.
Die neue Beweislast bei Umweltclaims
Unternehmen sind ab sofort verpflichtet, jeden Umweltclaim zu substanziieren. Das bedeutet: Wer 'CO₂-optimiert' baut, muss die Bilanz vorlegen. Ein Verweis auf 'allgemeine zirkuläre Vorteile' reicht nicht mehr aus.
| Begriff | Status | Empfehlung |
| ressourcenschonend | Verboten | Wirkung spezifizieren |
| mit deutlich reduziertem CO₂-Fußabdruck | Eingeschränkt | Bilanzmethode nennen |
| Zirkulär | Erlaubt | Zertifizierung beilegen |
Wissenschaftliche Methodik statt Werbeversprechen
Die Richtlinie fordert eine wissenschaftlich fundierte Basis. Im Bauwesen bedeutet dies den Einsatz von Ökobilanzierungen (LCA) gemäß ISO 14040/44. Aussagen müssen sich auf das gesamte Gebäude beziehen, nicht nur auf eine einzelne Materialkomponente.
Entscheidungs-Checkliste
- Ist der Claim allgemein? -> Streichen und durch Fakten ersetzen.
- Gibt es eine aktuelle Datenbasis? -> Nur bei Vorliegen von Primärdaten verwenden.
- Bezieht sich die Aussage auf das gesamte Gebäude? -> Geltungsbereich klar definieren.
- Ist die Aussage zukunftsorientiert? -> Maßnahmenplan als Anlage hinzufügen.
Falk erklärt: 'Rechtssichere Kommunikation ist kein bürokratisches Hindernis, sondern ein Qualitätsmerkmal. Wer seine Prozesse sauber dokumentiert, gewinnt an Glaubwürdigkeit bei Investoren und Kommunen. Wir bei GreenBuild360 nutzen daher ausschließlich Daten aus realen Projekten, um unsere Aussagen zur Zirkularität zu untermauern.'
FAQ
Warum sind allgemeine Begriffe verboten?
Vage Begriffe täuschen Verbraucher über die tatsächliche Umweltwirkung. Die EU erzwingt hierdurch eine höhere Markttransparenz.
Gilt dies auch für Bestandgebäude?
Ja, jede Form der gewerblichen Kommunikation unterliegt den neuen Richtlinien, unabhängig vom Alter des Objekts.
Was ist mit dem QNG-Siegel?
Das 'Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude' (QNG) ist ein amtlicher Standard und darf zur Kommunikation genutzt werden.
Was passiert bei Verstößen?
Es drohen Abmahnungen und Bußgelder durch Wettbewerbsbehörden aufgrund irreführender Werbung.
Kontakt und Unterstützung
Benötigen Sie Hilfe bei der Kommunikation Ihrer Bauprojekte oder der ESG-konformen Dokumentation? Wir unterstützen Sie mit fundierten Daten und jahrelanger Expertise. Kontaktieren Sie unser Expertenteam unter +49 800 42360 00 oder besuchen Sie unsere Entscheidungsplattform für weitere Details.
