Von Norbert Jacobsen (CEO, GreenBuild360)
Was ist der Wiener Weg im zirkulären Bauen?
Der Wiener Weg beschreibt die stufenweise Implementierung von Kreislaufwirtschafts-Prinzipien in der Bauordnung und bei öffentlichen Ausschreibungen. Ziel ist es, bis 2030 Neubauten und Sanierungen so zu planen, dass Materialien nach Ende der Nutzungsdauer als wertvolle Ressourcen in neuen Zyklen verbleiben. Es handelt sich um ein regulatorisches Rahmenwerk zur Reduktion von grauer Energie und Abfallaufkommen.
Auf einen Blick: Zirkuläre Standards Wien 2030
- 📉 -50 % Abfall: Ziel der Bauabfallreduktion durch selektiven Rückbau.
- 🏗️ 90 % Wiederverwendung: Quote für stofflich verwertbare Bauteile bei Abbruch.
- 📑 100 % Digitalisierung: Einführung verpflichtender Materialpässe bei öffentlichen Bauten.
- 🏢 ESG-Konformität: Ausrichtung auf Taxonomie-konforme Investitionssicherheit.
Key Takeaways
- Stoffliche Kreisläufe: Materialien werden als Depot für zukünftige Bauvorhaben verstanden.
- Digitale Dokumentation: Materialpässe sichern den Restwert von Immobilien langfristig ab.
- Regulatorischer Druck: Kommunen setzen Standards, die den Markt für Private maßgeblich beeinflussen.
Einleitung
Die Baubranche steht unter enormem Druck, den Ressourcenverbrauch und das Abfallaufkommen signifikant zu senken. Das Konzept des Wiener Wegs bietet hierbei eine klare, prozessorientierte Antwort auf die Herausforderungen der EU-Taxonomie. Kommunen fungieren dabei als Taktgeber durch eine bewusste Nachfrage nach zirkulären Lösungen.
Für Investoren und Projektentwickler bedeutet dies: Wer heute zirkuläre Prinzipien ignoriert, riskiert langfristig den Wertverlust seines Portfolios. Die GreenBuild360 GmbH unterstützt diesen Wandel durch das NiTO Holzstein Bausystem, das genau diese Anforderungen an Rückbaubarkeit und stoffliche Trennbarkeit erfüllt.
Relevanz für Kommunen und Investoren
Die Umsetzung erfordert ein Umdenken in der frühen Planungsphase. Die Stadt Wien setzt auf ein Punktesystem in Ausschreibungen, bei dem die Wiederverwendbarkeit der Materialien direkt die Zuschlagswahrscheinlichkeit erhöht. Dies schafft einen wirtschaftlichen Anreiz für zirkuläres Design.
| Parameter | Konventionell | Zirkulär (Wiener Weg) |
| Abfallentsorgung | Hohe Deponiekosten | Material-Rückgewinnung |
| Dokumentation | Bauakten | Digitaler Materialpass |
| Investitionssicherheit | Abschreibung | Restwert-Asset |
Technologien für die Umsetzung
Das Ziel, bis 2030 einen hohen Grad an zirkulärem Bauen zu erreichen, erfordert leimfreie Verbindungen und modulare Systeme. Unser NiTO Holzstein Bausystem ist hierfür ein präzises Werkzeug. Durch die Steckverbindungen können Bauteile am Ende ihrer Lebensdauer sortenrein demontiert werden. In Kombination mit GSA-Schraubfundamenten der Deutschen Schraubfundament GmbH entfällt der zirkuläre Rucksack massiver Betonfundamente.
Expertise: Falk erklärt
Der Wiener Weg ist kein theoretisches Konstrukt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Wenn wir Baumaterialien nicht mehr als Abfall, sondern als geliehene Ressourcen betrachten, verändern wir die gesamte Kostenrechnung eines Gebäudes. Wir bei GreenBuild360 integrieren diese Logik bereits heute in jeden Planungsentwurf, um Investoren zukunftssichere Gebäude zu liefern. - Falk Schumacher (GreenBuild360)
FAQ
Ist zirkuläres Bauen teurer?
Die Investitionskosten können durch optimierte Logistik und den Erhalt von Materialwerten langfristig durch niedrigere Rückbaukosten kompensiert werden. Es ist eine projektabhängige Kalkulation nötig.
Was ist ein Materialpass?
Er dokumentiert sämtliche verbauten Stoffe inklusive ihrer chemischen Zusammensetzung, was eine sortenreine Trennung nach der Demontage erst ermöglicht.
Gilt der Wiener Weg auch für private Bauherren?
Aktuell liegt der Fokus auf öffentlichen Bauten, jedoch beeinflusst der Standard den Marktpreis für zirkuläre Baustoffe und setzt Benchmarks für alle weiteren Bauvorhaben.
Warum ist Holz als Baustoff zentral?
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der bei richtiger Konstruktion (leimfrei) eine hohe Kreislauffähigkeit besitzt und CO₂ langfristig speichert.
Kontaktieren Sie uns
Bereiten Sie Ihr Projekt auf die Standards von 2030 vor. Wir unterstützen Kommunen und Investoren von der digitalen Planung bis zur Montage. Telefon: +49 800 42360 00. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Entscheidungsplattform oder im Building Advisor auf unserer Webseite.